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Warum ein höheres Renteneintrittsalter notwendig ist

Höhers Renteneintrittsalter notwendig

Die Lebenserwartung der Deutschen steigt. Experten fordern deshalb, dass eine Anpassung des Renteneintrittsalters notwendig ist, damit keine Versorgungslücke im Alter entsteht. Bernd Raffelhüschen, Ökonom und Experte für Renten, bezeichnete die Pläne für die Rente, welche in dem Wahlprogramm der Parteien enthalten sind, als „hasenfüßig bis absurd“ und spricht sich für ein höheres Alter für den Renteneintritt aus. Im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland argumentierte Raffelhüschen: „Wir müssen das Rentenzugangsalter ganz klar an die Lebenserwartung anpassen.“ Andernfalls käme es zu Versorgungsengpässen im Alter, welche nicht finanziert werden können.

In Deutschland hängt der Renteneintritt mit dem Geburtsjahrgang zusammen. Für alle Personen, die ab 1964 geboren sind, liegt die Regelaltersgrenze bei 67 Jahren. Nur Verbraucher, die vor dem Beginn des Jahres 1947 geboren sind, liegt das Eintrittsalter bei 65. Aktuell sieht die Rechtslage vor, die Rentenaltersgrenze ohne Abschläge bis 2029 Schritt für Schritt von 65 auf 67 Jahre zu erhöhen. Demnach ist der Bezugszeitpunkt der Rente bisher nicht an die Lebenserwartung geknüpft. Experten warnen aber davor, dass ein solches System die einzige Möglichkeit wäre, um einen Kollaps des Rentensystems zu verhindern. Aktuelle Daten des Deutschen Rentenversicherungsbundes beweisen, dass die Lebenserwartung bei Männern, die 2017 geboren werden, bei 84,3 Jahren liegt, bei Frauen sogar bei 88,2 Jahren. Damit liegt die Rentenbezugsdauer acht Jahre höher als bei Männern, die im Jahr 1950 geboren wurden, und auch bei Frauen hat sich die Rentenzeit um sieben Jahre verlängert. Experten folgern daraus, dass auf diese geänderten Umstände das Renteneintrittsalter angepasst werden muss.

Die Ökonomen fordern deshalb, dass der Renteneintritt ab 2052 mit 70 Jahren erfolgen sollte – dabei sorgte bereits der vorherige Vorschlag, das Eintrittsalter ab 2042 auf 68 zu erhöhen, bei den Parteien für Unmut. Experten zufolge ist ein Eintritt mit 70 Jahren aber notwendig, um das sinkende Rentenniveau und die gestiegene Lebenserwartung der Verbraucher auszugleichen. Das steigende Alter der Bevölkerung sorgt gleichzeitig für einen steigenden Beitragssatz zur Rentenversicherung. Um das Sicherungsniveau zu stabilisieren, wird deshalb eine schrittweise Erhöhung des Rentenalters ab 2031 um zwei Monate von den Experten verlangt, welche jedoch bisher bei allen Parteien Dissens hervorrief. Da es aktuell 21 Millionen Rentner in der deutschen Bevölkerung gibt und die Zahl weiter steigt, stellt die Sicherung der Altersvorsorge ein relevantes Thema in der Politik dar

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