fbpx

Ausgesorgt.de

Zahl der privatvorsorgenden Jugendlichen sinkt

Privatvorsorgende Jugendliche

Junge Menschen denken kaum an ihre Rente. Die drohende Versorgungslücke im Alter ist allen bekannt und die Jugend scheint sich ein Stück weit darüber bewusst. Allerdings liegt für sie der Beginn des Rentenbezugs noch in so weiter Ferne, dass andere Probleme dringender scheinen. Man gibt sein Erspartes deshalb lieber für Partys und Schuhe aus, statt für Rentenfonds. Grundsätzlich ist allerdings Interesse am Finanzieren da. Trading-Apps werden zunehmend beliebter und erleichtern den erstmaligen Weg in den Börsenhandel, wodurch auch ein Sparplan mit ETFs möglich wird. Die private Altersvorsorge steht aber weiterhin vor der Herausforderung, junge Leute für das Thema zu begeistern. Leider ist das Vertrauen in Anlagenberater und Verkäufer nicht besonders groß. Stattdessen hört man lieber auf die Eltern oder auf Bekannte, die sich mit dem Thema Altersvorsorge auskennen – die Anzahl dieser Personen sinkt allerdings zunehmend. Insgesamt zeigt sich, dass immer weniger Jugendliche sich für die private Rentenvorsorge interessieren. Dies bestätigt eine Studie des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall und IG Metall, welche die Altersgruppe der 17- bis 27-Jährigen befragte.

Der Studie zufolge haben 2010 noch 55 Prozent der Jugendlichen privat vorgesorgt, im Jahr 2019 lag die Zahl nur noch bei 48 Prozent und 2021 gaben sogar nur 19 Prozent an, bereits einen Vertrag zur Altersvorsorge abgeschlossen zu haben. 4 von 5 Studienteilnehmenden waren der Ansicht, eine gute Rente hänge von der Politik ab. Tatsache ist, dass das steigende Durchschnittsalter der deutschen Bevölkerung die Altersvorsorge vor große Probleme stellt. Dadurch müssen immer weniger Arbeitende die stets wachsende Zahl an Rentnern finanzieren. Damit dieses Problem ausbalanciert werden kann, muss der Bundeshaushalt mehr Geld dazugeben. In 40 Jahren wird – im Fall von einem gleichbleibenden Rentenniveau von 48 Prozent – mehr als das Doppelte des aktuellen Haushaltsgeldes nötig. Auch die Anhebung des Rentenalters auf mindestens 68 Jahre wird notwendig sein, um die Gefahr von Versorgungslücken zu verringern. Experten zufolge ist die private Vorsorge essenziell, um genügend für das Alter zu sparen. Wer sich absichern möchte, sollte nicht nur auf die gesetzliche Altersvorsorge setzen. Es werden zunehmend Meinungen laut, dass Aufklärung über die Rentenmöglichkeiten und die Notwendigkeit dieser bereits in der Schule, vor allem aber auch im Studium und der Ausbildung vermittelt werden sollte, um junge Leute zu erreichen und rechtzeitig für das Thema zu interessieren. Neben dieser Aufgabe ist eine Rentenreform der Bundesregierung notwendig, um die Probleme in diesem Feld auszuräumen und das Konzept zu verbessern und auf gesellschaftliche Veränderungen anzupassen.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Scroll to Top